Chorgemeinschaft der ehemals drei Chöre

„Geschichtliches“ zum Kirchenchor St. Cäcilia Sonsbeck

Der älteste bekannte Nachweis über die Gründung des Kirchenchores in Sonsbeck ist ein im Bistumsarchiv Münster vorliegendes Antwortschreiben des Bischöflichen Generavikariats vom 29. November 1852. Daraus läßt sich sicher folgern, daß sich Pfarrer Johannes Frankeser gleich nach seinem Amtsantritt 1852 um die Bildung eines “ Vereins zur Hebung des Kirchengesanges“ bemüht hat.
Neben dem Kirchen-Gesang-Verein und dem Männergesangverein Cäcilia bestand noch ein weiterer Chor in Sonsbeck, der Gesangsverein Eintracht. Dieser trat im Jahre 1893 zum Kirchenchor über.
Schon damals war der Chor ein reges Völkchen. Es wurde zu allen nur möglichen Anlässen wie Grüne-, Silber- Gold- oder aber auch Diamant-Hochzeiten, sowie zu Beerdigungen, Primizen, allen kirchlichen Feiertagen und auch besonderen Geburtstagen gesungen. Natürlich kamen auch die sonstigen“ Feierlichkeiten“ wie Ausflüge mit dem Pferdewagen oder mit dem Rad in die nähere Umgebung, z.B. Uedem, Geldern oder Venlo nicht zu kurz.
Im Jahre 1933 schließlich entschloß man sich, aus dem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Damenchor und dem Männerchor einen gemischten Chor zu gründen. Dem Chor gehörten bei der offiziellen Gründung 20 Damen und 22 Männer an. Während des ersten Weltkrieges wurden die Chorproben trotz immer kleiner werdender Sängerschar weiterhin durchgeführt. Doch nach Beendigung des Krieges vergrößerte sich der Chor schnell wieder auf über 20 Männerstimmen, so daß Sonsbeck z. B. am Dekanatfest im September 1926 mit 21 Männern teilnehmen konnte.
Über die Jahre des 2. Weltkrieges liegen keine Protokolle oder sonstigen Aufzeichnung vor. Erst im Jahre 1949 blühte der Chor nach einem absoluten Tiefstand von 12 Mitgliedern unter dem neuen Dirigenten Küppers wieder richtig auf und vergrößerte sich auf über 40 Mitglieder, obwohl auch diese Zeit der Anpassung an den neuen Dirigenten nicht allen leicht fiel, denn der neue Dirigent kam aus dem westfälischen.
Im Jahre 1953 dann folgte mit Leo Steinkamp ein neuer Dirigent aus dem nahen Issum, also einer der die Niederrheiner kennt. In der Zeit seines Wirkens bis zum Jahre 1995 fielen so manche Hochzeiten, Primizen, runde Geburtstage und andere Feierlichkeiten. Das größte Jubiläum jedoch war das 140-jährige Bestehen des Kirchenchores im Jahre 1992. In dieser Zeit befanden sich über 40 Mitglieder im Chor, so dass zum großen Jubiläum eine Mozart-Messe gesungen werden konnte. Anläßlich dieses Jubiläums wurde dem Chor vom Diözesanpräses Dr. Egon Mielenbrink die Palestrina-Medaille für mehr als 100jährige Arbeit im Dienst der Musica sacra verliehen.
Im Sommer 1995 übernahm Andreas Schwanewilms im Rahmen seiner Tätigkeit als hauptamtlicher Kirchenmusiker unserer Gemeinde den „Dirigentenstab“ und initiierte seitdem vor allem durch Zusammenarbeit mit den Kirchenchören aus Hamb und Labbeck eine Reihe besondere Projekte wie Konzerte mit Orchester und Solisten in allen drei Kirchen, gesungene Passionen am Karfreitag, ein weltliches Konzert mit einem Schulorchester im Kastell aber auch den KChorfamilientag und andere erbauliche Aktionen.

Mit den regelmäßig stattfindenden Chorausflügen, vor allem den mehrtägigen, „belohnt“ sich seit vielen Jahren die Chorgemeinschaft immer wieder selbst und integriert spätestens bei dieser Gelegenheit jedes neue Mitglied.

Nach dem Weggang von Herrn Schwanewilms im Sommer 2015 übernahm ab August 2015 Frau Annegret Pfaff die Stelle der Organistin und Chorleiterin in St. Maria Magdalena und damit auch die Neuausrichtung der drei Kirchenchöre zu einem neuen großen Chor.